Angespielt: Eldritch – Pixel-Dungeons und Kröten

Angespielt: Eldritch – Pixel-Dungeons und Kröten
Ersteindruck
3.5

In den letzten Tagen habe ich mir die Welt von Eldritch um die Ohren geschlagen. Ok ab und an hab ich auch geschossen oder ein Messer und Dynamit benutzt. Doch was ist Eldritch überhaupt?

Das Spiel ist ein First-Person Action Spiel in Klötzchen-Optik, entwickelt von Industrieveteranten unter dem Label Minor Key Games (Bioshock & Borderlands), welches mit Einflüssen von Roguelikes, immersive sims gespickt ist. Dazu wurde der Titel stark von H.P. Lovecrafts Werken inspiriert. Man schleicht und kämpft sich durch zufällig generierte Dungeons und sammelt fleißig Gegenstände. Dabei gibt es kein riesiges Inventar oder einen großartigen Charakterscreen. Man kann 2 Waffen tragen, ein paar Schuhe ein Amulett, eine magische Fähigkeit und das war es auch schon fast.

Zu Beginn des Spiels befindet man sich in einer Bibliothek in der 3 Bücher stehen. Das blaue ist quasi die erste Welt durch die man sich kämpft – aber Achtung: Stirbt man, ist alles was man trägt verloren. Allerdings stehen in den 3 Welten und der Bibliothek Kisten bereit in denen man seine Münzen platzieren kann. Diese bleiben dann auch nach dem Tod dort und man kann sich in einem Shop wieder für den Start ausrüsten.

Wer mit Minecraft-Block-Optik leben kann und ein wenig Roguelike unterwegs ist, der sollte Edritch ruhig mal einen Besuch abstatten.

eldritch-1

Ansonsten geht es darum die Ausgänge zu den nächsten Ebenen zu finden bis hinab zum Ende des Dungeons. Einmal geschafft wird auf Dauer der 2. Dungeon freigeschaltet und man kann ab sofort direkt dort starten. Allerdings ist es dort etwas schwerer und es lohnt sich nach einem Tod noch einmal den ersten zu besuchen und etwas Grundausrüstung wie Pistolenmunition und einen Zauber zu sammeln. Apropos Zauber: Diese gibt es in diversen Ausführungen. So kann man Gegner übernehmen und für sich kämpfen lassen, unsichtbar werden oder sich teleportieren. Je nach Situation ist alles mal sinnvoll. Allerdings darf man nur einen Zauber mit sich führen und muss sich somit überlegen welcher Spielstil zu einem passt.

Auch wenn man mal sterben darf ohne dass der 2. Dungeon wieder geschlossen wird sollte man das Spiel in einem Rutsch ohne Tod durchspielen. Denn nur dann werden die 3 Podeste in der Bibliothek aktiviert. Die Gegner in der ersten Welt sind wirklich ein Witz. 1-2 Schläge mit einem der vielen Messer und schon liegt der Gegner auf dem Boden. Anschließend heißt es Looten oder nicht. Warum man sich die Frage stellt? In Eldritch ist es so, dass Gegner wieder erscheinen, nachdem sie gelootet wurden. Also hat man die Qual der Wahl. Ist man gut ausgestattet, so lässt man die Leiche einfach liegen. Braucht man hingegen den Loot muss man damit rechnen, dass die Kreatur um die Ecke wieder auf einen wartet. Natürlich ist das wie oben beschrieben im ersten Level vollkommen egal und man sollte alles mitnehmen, aber ist man erstmal im 2. oder besser 3. Dungeon, macht es Sinn darüber nachzudenken.

eldritch-2

Die Level werden wie oben erwähnt prozedural aufgebaut und haben daher einen hohen Wiederspielwert. Insgesamt geht jeder Level eines Dungeons über mehrere Ebenen. Auf irgendeiner dieser Ebenen ist eine Falltür mit der man in den nächsten Level hinabsteigt bis hin zum Kern. Überall sind dabei kleine Verstecke eingebaut oder verschlossene Bereiche integriert, die man nur mit den versteckten Schlüsseln aufschließen kann. Allerdings ist es ein Einheitsschlüssel. Jeder passt in jede Tür – nur geht er dabei eben kaputt. Wohl ein chinesischer Plastikschlüssel…

In den einzelnen Leveln gibt es auch immer mal wieder einen Shop. In diesem könnt ihr gegen die Münzen Schuhe und Amulette sowie Essen kaufen. Alternativ bringt ihr den Shopbesitzer um und bedient euch (eher nur im 1. Dungeon). Die Schuhe sorgen für schnelleres Laufen oder höheres Springen etc. und sind auf jeden Fall sinnvoll.

Die Atmosphäre die das Spiel schafft sorgt durchaus für das ein oder andere Erschrecken in den späteren Leveln wenn die Mumie, das “Magicka”-Männchen oder ein Echsenwesen um die Ecke einen erschreckt. Die Gesamtspielzeit hält sich je nach Erforschungsdrang zwar noch in Grenzen, aber dennoch ist das Spiel auch in der jetztigen Beta schon einen Kauf wert. Wer mit Minecraft-Block-Optik leben kann und ein wenig Roguelike unterwegs ist, der sollte Edritch ruhig mal einen Besuch abstatten. Für $15 gibt es den Titel auf der Homepage über den Humble Store zu kaufen – inkl. nachgeliefertem Steam Key, da die Greenlight Community auch schon grünes Licht für den Titel geschaffen hat.

Von mir gibt es auf jeden Fall einen Daumen nach Oben und ich bin gespannt, was bis zum Release noch integriert wird!