Angespielt: Quantum Rush – Pure Action auf der Rennstrecke

Angespielt: Quantum Rush – Pure Action auf der Rennstrecke

Lange war es her, dass ich das Cockpit eines Rennspiels betreten habe. Noch länger das eines futuristischen Rennspiels. Doch umso gespannter war ich, als am Mittwoch die “private Online-Audienz” bei Gameart Studio anstand um Quantum Rush zu testen. Mein letzter Cockpit Besuch war einer der letzten Teile der Need 4 Speed Serie und diese war wohl kaum mit einem an Wipeout angelehnten Spiel zu vergleichen.

Mit rund 15 Leuten dürften wir Mittwoch Nachmittag für gut 1.5 Stunden lang den sich noch in der Pre-Alpha befindlichen Titel anspielen und mit den Entwicklern Spaß haben. Nach einer kurzen Begrüßung schubste man uns auch direkt in die erste Session, da wir vorab schon ausführlich per E-Mail und PDFs instruiert worden waren wie der Titel zu spielen ist. Natürlich war auch das 3-Mann starke Indiecrowd-Team bestens präpariert und stellte sich der Herausforderung.

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Wer auf schnelle Rennspiele steht, der sollte unbedingt mal einen Blick auf Quantum Rush werfen. Hier könnte eine Wachablösung für Wipeout anstehen.
Also ab auf die Rennstrecke, ein Canyon war angesagt. Tiefe Schluchten teils “schön” mit Teer betoniert, wie Amerikaner das wohl auch in echt machen würden. ;-) Zusammen mit GameOasis und anderen Vertretern der Presse als auch mehreren Entwicklern stürmten wir nach dem üblichen 3 Sekunden Countdown los und versuchten und Platz 1 zu greifen. Schnell wurde mir deutlich gemacht, dass ich mal lieber ein anderes Rennspiel vorher hätte starten sollen. 5,6,7 schnellte die Platzierung nach hinten bis zur 12/17. Endlich hatte ich etwas Fahrt aufgenommen und versuchte mich an die sehr präzise Steuerung zu gewöhnen und mir alle Kniffe zu merken. Hier und da wurden regelmäßig die Wände geknutscht, was schnell zu ein paar Flammen am Flieger führte. Eine Kurve später war er dann auch schrottreif. Zum Glück war das Rennen aber nicht zu Ende. Stattdessen wurde mir ein neuer Flieger zur Verfügung gestellt, eine Kopie des ersten. Sehr gut, zurück in den Kampf um meinen 12. Platz, den ich kurzzeitig verlor. Aufgeben kam nicht in Frage und so eroberte ich mir mit gut platzierten Schüssen meine alte “Top-Position” zurück und fühlte mich wie ein Sieger. Als dann nach ein paar Runden das Rennen zu Ende war und ich 60 Sekunden später nicht die Ziellinie überflog war mir klar, dass ich beim nächsten Mal etwas schneller sein sollte.

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Im 2. Rennen des Tages ging es an einen hübschen futuristischen Flughafen. Ich startete im Mittelfeld und legte diesmal einen etwas besseren Start hin – immerhin eine einstellige Position nach dem Start war doch schon eine gute Leistung. Dieses Mal wollte ich mich etwas mehr mit den Power Ups und dem Boost beschäftigen. Doch die erste Fuhre Power Ups fiel prompt den Führenden in die Hände, so dass ich leer ausging. Ein paar Kurven weiter konnte ich dann eine jener Gemeinheiten oder Goodies einsammeln. Eine Rauchschwade war mein. Also sofort gedrückt und schon strömte jede Menge Rauch aus meinem Heck, der den Verfolgern die Sicht nahm. Auf ging es zum nächsten Power Up, von denen man übrigens im Gegensatz zu Super Mario Kart bis zu 3 gleichzeitig tragen kann. Ein Schild war mein. Somit dürfte ich ein wenig mehr an den Wänden kratzen und mir das metallische Blut von den Flügeln reiben. Am Ende wurde ich dann Zehnter, was wohl unter anderem an den Power Up Sammelversuchen lag, bei denen ich regelmäßig dran vorbei raste und stattdessen wieder eine Wand begrüßte.

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Es folgten Rennen auf Rennen auf den beiden Rennstrecken und so langsam wurde es besser. Da es bis aktuell 3 verschiedene Modelle von Fliegern gibt, testete ich munter durch und lernte die Unterschiede. Der eine war schneller in der Endgeschwindigkeit, der andere besser gepanzert und der dritte hatte die beste Kurvenlage. Dabei lernte ich vor allem den Umgang mit den seitlichen Luftbremsen, die mir eine deutlich bessere Kurvenlage bescherten.  Und so konnte ich mich in dem ein oder anderen Rennen doch noch auf den Plätzen im vorderen Mittelfeld (5-7) einfinden. Ein echter Erfolg für mich. Neben den sogenannten “Airbreaks” wurde auch der Umgang mit dem Boost und den Power Ups besser. Zwischen diesen kann man je nach Verwendung munter hin und her wechseln und das passende für die Situation auswählen. Über die Energie, die ein Flieger besitzt, wird ein Schutzschild aktiviert, der den Schaden am Rumpf des Schiffes verhindert. Ist allerdings die Energie alle fängt der Flieger schnell an zu verschrotten und segnet ein wenig später das Zeitliche. Allerdings sind auf der Rennstrecke auf Energie-Aufladestationen verteilt, bei deren Überfliegen die Energie wieder aufgeladen wird. Die gleiche Energie wird übrigens auch für den Boost verwendet. Wer also ständig beschossen wird oder an den Streckenbegrenzungen entlang schleift, wird kaum in den Rausch der Geschwindigkeit mit dem Boost kommen. Also immer schön “mittig” fliegen, was leichter gesagt als getan ist.

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Die wie oben erwähnte präzise Steuerung ist wirklich gut umgesetzt und lässt vor allem auf dem Gamepad ihre Muskeln spielen. Alles reagiert sofort wie gewünscht, sofern man nicht wie ich ein Gamepad-Krüppel ist. Eigentlich bin ich eben bei Maus und  Tastatur zu Hause. Auch grafisch ist der Titel – entwickelt in Unity – durchaus hübsch gestaltet. Die beiden Rennstrecken sahen gut aus, waren für meinen Geschmack äußert gelungen gestaltet und auch abwechslungsreich was die Umgebung angeht. Die Geräuschkulisse hat mich zwar nicht umgehauen, aber ging absolut in Ordnung.

Je mehr Rennen man fährt und dabei fleißig Punkte sammelt, desto schneller steigt man auf. Es wird insgesamt 10 Stufen geben, auf denen immer wieder neue Flieger und Rennstrecken zur Verfügung stehen. Gespielt wird in den Rennen immer nur mit Leuten auf gleichem Level, so dass man immer faire Bedingungen hat. Innerhalb einer Stufe kann man seinen Flieger noch ein wenig gegen Ingame-Währung pimpen und so noch ein paar Prozentpunkte rauskitzeln. Allerdings, so die Entwickler, soll ein erfahrener Pilot ohne Ausbaustufen immer noch besser sein, als ein durchschnittlicher Pilot mit einem voll ausgestattetem Fluggerät.

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Wer auf schnelle Rennspiele steht, der sollte unbedingt mal einen Blick auf Quantum Rush werfen. Hier könnte eine Wachablösung für Wipeout entstehen. Die hier angespielte Pre-Alpha Fassung machte schon einen sehr guten und stabilen Eindruck. Dennoch vergebe ich noch keine Wertung, da ich mir aufgrund des beschränkten Materials an Strecken und Fliegern noch keinen tieferen Einblick in die restlichen Mechaniken (Leveln, Shop etc.) verschafffen konnte. Der Titel wird nächstes Jahr Free 2 Play erscheinen und nur rein kosmetische Dinge über einen Ingame-Shop verkaufen. So wird man z.B. Farben und Skins seines Fliegers gegen Geld anpassen können.

Hier noch der aktuellste Trailer zum Titel: