Die Götter müssen verrückt sein – Crest, ein Godgame das manches einfach anders macht

Die Götter müssen verrückt sein – Crest, ein Godgame das manches einfach anders macht

Götterspiele waren noch nie eine Art Mainstream. Wenn etwas Göttliches geschaffen wurde (oder zumindest der Versuch gestartet wurde), dann durch Peter Molyneux. Der Gottvater von Populous und weiteren God Games hatte schon immer einen Faible für solche Titel und frönt dem dank der erfolgreichen Kickstarter Kampagne zu Godus noch immer. Doch vor einigen Monaten haben sich ein paar Entwickler aus Gotland, Schweden mit dem Firmennamen Eat Create Sleep daran gemacht, ein eigenes Godgame zu schaffen. Ihr Erstlingswerk nennt sich kurz Crest und ist ein etwas Steuerungsansatz, als man ihn aus den üblichen Spielen oder Gott-Titeln kennt.

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Auf den ersten Blick entdecke ich sogar optische Ähnlichkeiten zum Molyneux Titel. Ob dies Absicht ist kann wohl niemand sagen, ist auch egal. Denn das Spiel funktioniert wie erwähnt etwas anders. Anstatt dass man Einwohner steuert oder aber als Gott die Welt mit Erdbeben und Co verändert gibt es hier nur blanke Textkommandos. Man hat keine direkte Kontrolle über die Menschen, die auf dem Planeten leben, auf dem man gerade seine Jünger in eine bestimmte Richtung drängen will. Stattdessen gibt einem das Spiel immer wieder rund 10 Kommandos zur Auswahl, die man benutzen kann, um die Menschen zu beeinflussen. Diese geben dann auf diverse Art und Weise Feedback  und man sieht schnell, ob das Kommando jetzt richtig oder falsch war.

In Crest wird es kein echtes Richtig oder Falsch geben. Der Spieler soll einfach nach seinen Vorstellungen Kommandos erteilen und sehen wie sich das Spiel entwickelt. Das Ganze in einer prozedural generierten Spielwelt die von der Wüste bis zur Oase reicht. Glücklicher Weise gibt es zum Spiel auch einen Prototypen, den man unbedingt einmal anspielen sollte, um ein Gefühl für das Spielprinzip zu bekommen. Das ist sicher nicht jedermanns Sache aber immerhin erfrischend anders.

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Auf Indiegogo sucht man seit knapp 2 Tagen nach einer Finanzspritze von mindestens 20.000 US Dollar für die Fertigstellung der Idee. Der selbst finanzierte, vorhandene Prototyp soll um einige Features erweitert werden und so zu einem fertigen Spiel reifen, das sich vor anderen Gottspielen nicht verstecken muss. Die ersten knapp 2.000 US Dollar sind schon zusammen gekommen, so dass man nach 2 Tagen von einem soliden Start sprechen kann, gerade wenn wir von Indiegogo reden. Interesstenten können für $15 Unterstützer des Spiels werden und so eine Kopie zum Release erhalten. Hat man $40 parat, so gibt es den Early Access Zugang zum Spiel, wo man regelmäßig neue Versionen testen kann. $75 legen den Soundtrack und ein Wallpaper oben drauf und $100 bringen einem ein signiertes Artbook in digitaler Form.
Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie sich dieses Godgame endwickelt, vor allem, da auch bei Godus nach dem X-ten Umbau immer noch kein Ende in Sicht ist. Klar ist natürlich auch, dass man hierzu eine Greenlight Kampagne auf Steam gestartet hat. Hier aber nun noch das Pitch Video:

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