Fritzchen Witze sind hier unangebracht – Fritz: A Video Game About World War One

Fritzchen Witze sind hier unangebracht – Fritz: A Video Game About World War One

Wie man in den letzten Monaten und mittlerweile schon fast Jahren unschwer erkennen kann ist das Thema Pixel Art ein großer Boom. Immer wieder tauchen neue Titel auf, die die “ältere” Generation an die guten alten Zeiten erinnert. Der eine kann dieser Optik etwas abgewinnen und sprüht vor Erinnerungen an die 90er, während andere sich sagen “Was für ein Schmarn.. macht mal eine gute Grafik und dann spiel ich es vielleicht”. Auch Fritz ist so ein Spiel, in dem die Optik im Pixellook sicher nicht jeden erfreuen wird. Da ich aber ein Freund von Flashback und Co. bin freue ich mich auch immer wieder über gelungene Pixel Art Projekte wie The Way oder Witchmarsh. Im gestern auf Kickstarter angelaufenen Finanzierungsprojekt Fritz: A Video Game About World War One von Truceful Entertainment treffen ein Geschichtslastiges RPG und Echtzeitkampf aufeinander.

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Die Geschichte spielt in den Schützengräben des ersten Weltkriegs. Der Protagonist Fritz ist ein deutscher Soldat, der an der westlichen Front stationiert ist. Wie es im Krieg nun mal so ist (nein, ich bin hier unbefleckt) gibt das Leben im Graben nicht viel her. Es wird Wache gehalten, gegessen, die Waffen gepflegt und nebenbei mit den Kollegen über Gott und die Welt geredet. Diese Tage verlebt man wieder und wieder gespickt mit gelegentlichen Angriffen der Franzosen. Im Kern geht es um die Entwicklung von Fritzchen und seinen Kameraden im Graben. Immer wieder führen wir Gespräche und lernen die Kollegen näher kennen. Je besser wir uns hier bei anstellen, desto leichter werden auch die Kämpfe, da die Moral der Truppe immer stärker wird und so jeder auf die Hilfe des anderen zählen kann.

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Die einzelnen Spieldurchläufe sind an realistische Stationierungszeiten angelehnt, was in etwa 4-6 Spielwochen darstellt, ehe man wieder abreisen dürfte und durch andere Soldaten ersetzt wurde. Um den Spielspaß hoch zu halten können dabei verschiedenste Szenarien zum Ende des Spiels entstehen, je nachdem wie sehr die Truppe zusammen geschweißt ist und wer so überlebt hat. Anschließend kann man ein neues Spiel starten und einen anderen Weg gehen. Alternativ spielt man das “erweiterte Spiel” und behält alle Werte und Fähigkeiten die Fritz gesammelt hat. Allerdings wird das Spiel den besseren Fähigkeiten angepasst und immer und immer schwerer.

Geplant sind aktuell 10 unterschiedliche NPCs mit denen Fritz im Graben hocken kann. 3 davon werden in jedem Spiel zufällig ausgewählt. Des Weiteren gibt es noch “Rand-NPCs” von denen es 25 gibt und 10 pro Spiel mit von der Partie sind. Mit denen kann Fritz aber weniger interagieren als mit den 3 “Freunden” die alle eine eigene Geschichte haben. Dazu werden insgesamt 21 verschiedene Enden zu erleben sein.

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Auf Kickstarter bittet man um die Finanzierung von 15.000 US Dollar, wovon schon $2,625 – also über 15% – zusammengekommen sind. In den nächsten 28 Tagen erhofft man sich natürlich mehr als die angestrebte Summe, um weitere NPCs und andere Features in Spiel zu integrieren. Fritz kommt sehr günstig daher. Frühzeitige Backer können sich eine Kopie für $5 sichern und in etwa 13 Monaten (Sept. 15) spielen – wenn alles nach Plan läuft. Ist das Early Bird Paket aufgebraucht muss man $10 ausgeben, um sich eine Kopie zu sichern. Für $25 gibt es zusätzlich einen handgeschriebenen Brief zwischen Fritz und seiner Familie – eine lustige Idee. Ab $50 gibt es eine physische Fritz Puppe zum Spielen im eigenen Schützengraben im Garten.

Auf den ersten Blick mag Fritz sicher nicht jeden ansprechen, aber das Thema des Spiels könnte für Erwachsene ein durchaus interessantes sein. Der Wahnsinn des Krieges zum selbst erleben… hier aber nun das Pitch Video,denn bis wird den Titel mal spielen werden, wird noch einiges an Wasser den Rhein hinunter fließen.

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