Test: Tetrobot And Co. – Wenn Blöcke blocken

Test: Tetrobot And Co. – Wenn Blöcke blocken
Spielspaß
3.5
Umfang
4
Grafik
3.5
Sound
3.5
Wertung
3.63

Allein der Name der Spieleschmiede ist schon genau so ein Genuss wie das vorherige Spiel der Entwickler namens Swing Swing Submarine. Nachdem Blocks That Matter ein durchaus achtbarer Erfolg war (ordentliche 76% MetaCritic), packen sie nun noch einen drauf. Mit Tetrobot And Co. baut man auf dem Spielprinzip des Vorgängers auf und versucht das Ganze fordernd, aber etwas fairer zu gestalten.

Wer einen hübsch anzusehenden Puzzler mit anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad sucht, der sollte Tetrobot And Co. eine Chance geben.
 Der Spieler übernimmt die Rolle von Psychobot einem fortgeschrittenen kleinen Bruder vom großen Tetrobot, den es zu reparieren gilt. Dieser kleine Bot kann diverse Blöcke aufnehmen und die nach links oder rechts wieder wegschießen. Auf diese Weise stapelt er die Blöcke um gewisse Muster zu erreichen oder Monster damit zu beschießen. Ja, auch Bosskämpfe kann man in einen Puzzler integrieren. Ansonsten gibt es die üblichen Rätselspielchen wie bekomme ich den Block von A nach B oder wie schalte ich den Weg nach D frei ohne in C diesen Block wegzunehmen. Typischer Rätselalltag wie es ihn eigentlich auf dem Smartphone in Massen gibt. Was also hebt den guten Psychobot von der Masse ab?

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Auch wenn die Menüs allesamt schon irgendwie Tablet- & Smartphone-optimiert wirken und auch die Levelauswahl und die Ergebnisse aussehen als würde ich in Angry Birds ein Level mit 3 Sternen schaffen, so ist der Knobelspaß doch recht schnell fordernder als der übliche Puzzlespaß auf den Handys. Dazu kommt vor allem aber auch die restliche Präsentation des Titels. So bekommt man z.B. immer wieder weitere Tagebuchausschnitte freigeschaltet, die ein wenig zur Geschichte beitragen und sobald man neue Blöcke findet wird das Facebook – verzeiht – Faceblox Profil des Quaders freigeschaltet. Anhand dieser “Social Media” Plattform findet man heraus, welche Fähigkeiten die Blöcke haben. Ein wirklich nettes Gimmick.

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Mit zunehmendem Levelfortschritt merkt man auch spürbar, wie die Puzzles fordernder werden. Und so kann es auch schon mal passieren, dass man eine halbe Stunde auf einem Bildschirm hängen bleibt und über die Lösung rätselt und dabei ausprobiert. Ausprobieren ist auch ausdrücklich erlaubt, da die Entwickler so nett waren eine Zurückspul-Funktion einzubauen. So kann man jeden einzelnen Klick von Psychobot rückgängig machen und einfach mal andere Herangehensweisen probieren.

Die Stein-Vielfalt kennt dabei fast keine Grenzen. So gibt es fast unzerstörbare Obsidianblöcke oder auch ganz simple Sand- und Holzblöcke. Dazu gesellen sich dann auch noch Stein-, Magnet- und Klebe-Blöcke sowie viele weitere Varianten wie den Prismablock zum umleiten von Lasern etc. Dank der großen Vielfalt gibt es natürlich auch besonders viele Möglichkeiten für “fiese” Puzzles, die das Köpfchen ordentlich zum Rauchen bringen. Später gibt es natürlich auch TNT um ordentlich etwas wegzusprengen oder mal einen der wenigen Gegner zu beseitigen.

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Optisch werden natürlich keine neuen Meilensteine erreicht, aber dennoch ist das Puzzlespiel wirklich hübsch anzuschauen. Die Animationen sind knuffig genau wie unser kleiner Held mit dem LCD-Display und seinem hübschen Fragezeichen auf selbigem, immer wenn wir irgendetwas machen wollen was nicht funktioniert. Die Geräuscheffekte sind allesamt passend und auch der Soundtrack ist solide.

Wer einen hübsch anzusehenden Puzzler mit anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad sucht, der sollte Tetrobot And Co. eine Chance geben. Der Titel ist aktuell für $11.99 über das Humble Widget auf der Homepage zu kaufen (inkl. Steam Key). Alternativ kann man für 9,99€ direkt aus dem Steam Store zugreifen. Für alle die das Ganze mal in Bewegung erleben wollen hier der niedliche “Company” Trailer zum Spiel: