Tetropolis, oder wie man aus Tetris einen Platformer macht…

Tetropolis, oder wie man aus Tetris einen Platformer macht…

Für herrlich schräge oder ausgefallene Spielideen bin ich ja grundsätzlich immer zu haben. Fleißigen Lesern sollte dies sicher schon bekannt sein. Keinen Deut anders kommt Tetropolis von Nextgen Pants daher. Das Spiel bittet auf Kickstarter um solide 50.000 US Dollar für die Fertigstellung ihrer “Erfindung”. Bisher sind nach rund 3 Tagen erst 3,265 US Dollar zusammen gekommen. Es darf also gerne noch mehr werden. Doch worum geht es in Tetropolis überhaupt?

Das Spiel ist eine Mischung aus Puzzle und Platformer oder auch Tetris und Metroid – gennant Tetroidvania adaptiert von den Metroidvania Definitionen. Nennen wir es also einfach mal ganz klassisch einen Puzzle Platformer, denn nichts anderes ist es im Kern. Dennoch gibt es hier nicht einfach nur irgendeinen Protagonisten, mit dem wir einfach alles niederhüpfen. Stattdessen ist man ein Tetris-Element, das diverse Funktionen ausführen kann. Während der Quader brav für das Rollen oder Zerstören genutzt wird, benötigt man den langen Stab für den Sprung. Denn wie eine Feder kann sich der Stab zusammendrücken und mit Schwung auf ungeahnte Höhen springen. Der Wechsel zwischen diesen Formen geschieht über eine Art Quickmenü, um den Spielfluss nicht zu stören. Das klingt jetzt erst einmal relativ normal, wenn man sich nicht die Tetris-Cubes als Hauptdarsteller vorstellt. Hier könnte auch jeder beliebige Puzzle Platformer stehen, lediglich mit einem zwiegespaltenen Hauptcharakter a la Giana etc.

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Doch ganz so einfach ist Tetropolis dann doch nicht. Denn die gesamten Level sind ein ebenso großes Tetris Puzzle. Denn man kann nicht nur mit dem Cube seine Bewegungen ausüben. Stattdessen müssen auch ganze Levelabschnitte auf einer Übersichtkarte hin und her geschoben werden um das perfekte Level zu bauen und so den Fortschritt im Level voran zu treiben. Die Spielumgebung selbst ist dabei 2.5D gehalten sprich wir spielen auf einer 2D Ebene, aber das Spiel selbst besitzt optisch eine räumliche Tiefe dank 3D Modellierung.

Die Levelübersichtskarte dagegen ist reines 2D und sorgt mit Tetrisüblichen Levelabschnitten dafür, dass man sich hier munter austoben kann. Jeder Stein hat diverse Ein- und Ausgänge und muss passend angelegt werden. Dabei kann man wie für Tetris üblich die Steine auch rotieren und so auf einmal den gleichen Abschnitt ganz anders spielen. Wenn man den Entwicklern vertrauen schenken darf, dürften hier mehr graue als Platformerzellen angestrengt werden. Optisch legt man sehr viel Wert auf einen Tetris-like Look mit Quaderelementen an jeder Ecke. Dennoch sieht das Spiel ganz nett aus ohne dass man hier Wunder erwarten kann. Aber gute Spiele mussten noch nie durch besonders tolle Optik glänzen. Zu häufig täuscht diese nur über schwache Spiele hinweg. Wer aber auf der Suche nach einem ausgefallenen Crossover Konzept aus  Tetris und Platformer ist, der sollte sich die Tetropolis Kampagne mal genauer ansehen.

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Die niedrigen Wallpaper oder Forenaccess Level lasse ich hier einfach mal aus. Wer Bock auf das Spiel hat und seine Unterstützung für das Spiel geben will, der sollte sich schnell noch einen der $10 Slots für das fertige Spiel sichern. Anschließend wird das spiel mit $15 zu Buche schlagen. Mit $20 darf man sich den Soundtrack sichern und $30 schenken einem den Beta Access wenn man schnell ist. Später wird dieser $40 kosten. Hat man $60 für den Titel über, so darf man sich den Developer Podcast anhören. $100 sorgen für einen Starteintrag in der Highscore Liste und ab $150 gibt es die Möglichkeit einen NPC zu designen.

Ich finde das kreative Konzept von Tetropolis super und wünsche dem Spiel den nötigen Erfolg zur Sicherung der Finanzierung. Ob ihr dazu beitragen wollt ist natürlich euch überlassen. Für weitere Eindrücke hier aber einfach wie immer das Pitch-Video und der Link zur Steam Greenlight Kampagne:

 

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