Vagante – Prozeduraler Koop Pixel Art Action-Platformer mit Permadeath – Die eierlegende Wollmilchsau?

Vagante – Prozeduraler Koop Pixel Art Action-Platformer mit Permadeath – Die eierlegende Wollmilchsau?

Als bekennender Fan von Pixel Art Projekten kam ich nicht drum herum auch über Vagante von NukeNine einen Artikel zu verfassen. Der Action-Platformer mit Permadeath  und Koopfunktion ist seit 2 Tagen auf Kickstarter unterwegs und versucht mit Crowd-Unterstützung 50.000 US Dollar zu sammeln, um das Spiel fertig zu stellen. Dank einer Demo und  guter Präsentation sind davon schon die ersten 12% zusammen gekommen. Sicher kein herausragender Start, aber auch kein schlechter.

Vagante spielt in einer düsteren Fantasywelt voller Monster und Dämonen, die es zu besiegen gilt um an Macht und Ruhm zu gelangen. Nachdem ein Gerücht um eine bestimmte Höhle voller Schätze in den Wäldern die Runde gemacht hat begibt sich der Spieler als mutiger Held in die besagte Höhle, aus der bisher noch niemand lebend zurückgekehrt ist. Da das Spiel im Kern als Koop-Erfahrung gedacht ist gibt es natürlich mehrere Klassen, aus denen der Spieler wählen kann. Egal ob Magier, Krieger, Schurke oder Bogenschütze, alle Klassen spielen sich etwas anders. Während man als Magier eher weniger nahkampferprobt ist, kann man sich als Krieger ruhig mit erhobenem Schwert in die Schlachten stürzen. Als Bogenschütze ist man auch eher auf den Fernkampf ausgelegt, kann aber mit einem Dolch zustechen, wenn es mal sein muss.

Schon die Demo zeigt auf, dass Vagante kein Zuckerschlecken verspricht. Permadeath ist mittlerweile eine beliebte Spielart und findet auch hier Einzug. Zum Glück kann man aber ein paar mehr Treffer einstecken als bei manch anderem Titel. Auch Heiltränke und Co. kann man in den in der Demo doch relativ häufig verteilten Schatzkisten finden, um auch noch länger durchzuhalten. Alternativ lassen die Kisten aber auch bessere Waffen oder Rüstungsteile fallen. Gegner hinterlassen Geld, das wir in den ab und an auftauchenden Shops auf den Kopf hauen, während man sich tiefer in die Höhlen vorkämpft.

Ein Inventar und Charakterbildschirm lässt uns die gefundenen Gegenstände anlegen und auch diverse Skillpunkte verteilen, die wir uns beim Spielen verdienen. So können wir als Bogenschütze z.B. lernen auch im Laufen den Bogen zu spannen usw. Der Skilltree hat eine ordentliche Größe und lässt dem Spieler somit viele Entscheidungsmöglichkeiten bei der Charakterverbesserung. Um im Kampf noch besser zu werden hat man den Gegnern auch Kampfanimationen gegeben denen der Spieler theoretisch ausweichen kann. Das verlängert das Leben natürlich ungemein. Dennoch sind die Kämpfe sehr fordernd. Noch fieser sind aber die Holzpflöcke, die in den Leveln verteilt liegen. Stürzt man auf so einen auch nur aus geringster Entfernung sieht man nur 999 und das bedeutet den sicheren Tod. Denn die Lebenspunkte liegen zu Beginn bei 50-80HP.  Ebenso ist das Fallen aus mittelgroßen Höhen schon sehr verletzend, so dass man die Höhlen vorsichtig erkunden muss. Hinzu kommt, dass der liebe Fog of War im Spiel vorhanden ist. Die Höhle muss erst einmal aufgedeckt werden und selbst wenn man schon mal wo war legt sich zumindest ein Grauschleier über das verlassene Gebiet.

Natürlich gibt es im Spiel auch Scrolls und Zauberbücher. Erstere sind für die Einmalnutzung gedacht, während die Bücher dem Magier den ein oder anderen schicken “Lightning Bolt” oder ähnliches beibringen. Diese haben allerdings eine Zauberzeit, so dass solche Sprüche gut geplant werden müssen, will man nicht während des Zauberns Schaden einstecken. Als Gegner findet man allerlei Viechzeug wie Drachen, fliegende Augen a la Mini-Beholder, Piranhas, Schleimmonster und auch menschliche Gegner oder Pflanzenmonster. Damit ist es aber noch nicht genug. Bis zum Release sollen neben weiteren Monstern auch noch neue Klassen, gegenstände und Gebiete in das Spiel finden.

Seit Ende letzten Jahres gibt es das Studio Nuke Nine und die Entwickler begannen gleich Vollzeit an Vagante zu arbeiten. Nun ist die erste Budgetspritze fällig und möchte sich diese über Kickstarter einholen. Für $15 kann man sich eine Kopie des Spiels sichern und so die Weiterentwicklung unterstützen. $20 zaubern einem den Soundtrack oben drauf. $30 sorgen für den beliebten Beta Zugang und $50 bringen einem ein T-Shirt ein – allerdings nur wenn man in den USA lebt. Alle weiteren Pledge Level liegen ebenso nur für US Backer vor, sofern sie physische Objekte beinhalten. Fans des großen Geldes können sich aber auch mit einem Gegenstand oder einem Monster im Spiel verewigen. Für mich ist Vagante eine große Herausforderung, da ich zum Vielsterben neige. Schon in Dota2 bin ich ich immer zu gierig nach Kills und das hallt auch in Vagante oder anderen Roguelikes nach. Hier muss man immer mit Bedacht vorgehen oder einfach schnell das Zeitliche segnen. Dennoch hat mir die Demo gut gefallen und ich hoffe, dass das Spiel seine Finanzierung findet. Pixel Art Permadeath Platformer Fans sollten hier definitiv ihren Spaß finden. Schaut euch die oben verlinkte Demo an und schaut das Pitch Video. Ist das Spiel was für euch?

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